IPMA® Level D Prüfung der GPM: Ablauf, Inhalte und Vorbereitung

Alles Wichtige zur Zertifizierungsprüfung

Das Wichtigste in Kürze

Die Prüfung wird von der offiziellen Zertifizierungsstelle PM-ZERT abgenommen.
Sie absolvieren entweder zwei schriftliche Prüfungen von jeweils 90 Minuten (Pfad 2) oder eine Prüfung von 90 Minuten kombiniert mit einem Report über ein reales oder fiktives Projekt (Pfad 1)
Die Prüfung besteht überwiegend aus offenen Fragestellungen ergänzt durch Multiple-Choice-Fragen.
Die Prüfung gilt als anspruchsvoll, ist jedoch mit einer strukturierten Vorbereitung gut zu bewältigen – auch ohne Vorkenntnisse.
Dr. Alexander Blumenau und Andrea Windolph
Fragen zur Prüfung? Hier Kontakt aufnehmen »

Die Zertifizierungsprüfung zum Certified Project Management Associate (Level D) gilt als anspruchsvoll, lässt sich jedoch mit einer strukturierten und intensiven Vorbereitung gut bewältigen. Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen, die Sie vor der Prüfung benötigen.

Bereiten Sie sich gezielt auf die IPMA® Level D Prüfung vor

Viele unterschätzen den Umfang der Prüfung. Auf unserer Lernplattform lernen Sie genau die Inhalte, die für Prüfung und Report relevant sind – flexibel, jederzeit verfügbar und mit strenger Orientierung am ICB 4.0-Standard.

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Wie läuft die IPMA Level D Prüfung ab?

Wer sich zertifizieren lassen möchte, wird schnell entdecken: Im Grunde gibt es nicht nur eine Prüfung, sondern einen kompletten Zertifizierungsprozess. Die folgenden Abschnitte beschreiben in Kurzform, welche Schritte absolviert werden müssen, bis Sie Ihr Zertifikat in den Händen halten.

Pfad 1

Pfad 2

Welche Themen aus dem Projektmanagement werden geprüft?

Bevor es in die Prüfung geht, muss das Fundament stehen: solides Wissen über die 28 Kompetenzelemente (CE) der ICB 4.0, aufgeteilt in die drei Bereiche Perspektive, People und Practice. 

Der Bereich Perspective legt den Fokus auf Themen wie Projektkontext, Governance, Standards und Strategie und Kultur – also typische Themen rund um das Projektumfeld.
People umfasst Kompetenzen wie Führung, Kommunikation, Teamarbeit und Selbstreflexion. Solche „weiche“ Themen werden oft unterschätzt, können aber über Projekterfolg oder -scheitern entscheiden. 
Practice deckt das handwerkliche Rüstzeug ab: Der Fokus liegt auf Methoden rund um Zieldefinition, Projektplanung, Steuerung, Risikomanagement und mehr.

Wichtig

Die Zuordnung von Kompetenzbereichen zu Prüfung bzw. Report ist nur eine grobe Orientierung. Auch im Report sind beispielsweise auch Elemente aus den Bereichen „People“ und „Perspective“ enthalten – so wie auch in der schriftlichen Prüfung „Practice“-Themen abgefragt werden.

Welche Rollen spielen nicht-wirtschaftliche Auswirkungen in einem Business Case?

Nennen Sie je zwei Beispiele für formelle und informelle Macht!

Was sind typische verdeckte Verhandlungssituationen im Projekt?

Was sind User Stories und wie sind Sie typischerweise aufgebaut?

Wie ist die schriftliche Prüfung aufgebaut?

Beachten Sie, dass Trainingsanbieter aufgrund der Unabhängigkeit der Prüfungsstelle keinen direkten Einblick in den Aufbau der Prüfung haben und Format und Fragen regelmäßig angepasst werden. Die folgenden Informationen basieren auf Rückmeldung unserer Teilnehmer:

  • Jede schriftliche Prüfung dauert 90 Minuten. Im Prüfungspfad 2 ergibt sich so eine Gesamtdauer  von 180 Minuten.
  • Die Prüfung ist nach Kompetenzelementen gegliedert, wobei zu jedem Kompetenzelement mehrere Fragen gestellt werden. 
  • Rechnen Sie mit einem Mix aus Multiple-Choice-Fragen, offenen Fragen und Fallstudien-Aufgaben – Letzteres primär in der Prüfung zum Kompetenzbereich Practice im Prüfungspfad 2.
  • Der Anteil von offenen Fragen ist deutlich höher als der von Multiple-Choice-Fragen. 

Wie schwer ist die IPMA® Level D Zertifizierung?

Eine schwierig zu beantwortende Frage, da alle die Prüfung als unterschiedlich empfinden. Die folgenden Aussagen basieren auf dem gesammelten Feedback unserer Teilnehmer aus über 10 Jahren:

  • „Anspruchsvoller als gedacht!“ – Diese Aussage hören wir häufig. Obwohl die Level-D-Zertifizierung als Einstiegszertifizierung gilt, ist sie nicht „mal nebenbei“ absolviert.
  • Auch Personen mit Projektmanagement-Erfahrung tun sich erfahrungsgemäß manchmal schwer, da in der Praxis die in der Zertifizierung geforderten Formalien oft weniger relevant sind. 
  • Gleichzeitig fehlt kompletten Neulingen naturgemäß die praktische Erfahrung, sodass theoretische Konzepte noch nicht in die eigene Erfahrungswelt eingeordnet werden können.  
  • Viele berichten von überraschend detaillierten Fragen zu Themen, die sie vorher nicht als relevant eingestuft hätten – breites und zugleich sorgfältiges Lernen zahlen sich aus!

Generell ergibt sich trotz der Herausforderungen dieses Bild: Die IPMA® Level D-Prüfung gilt als anspruchsvoll, da sie ein breites Spektrum an Projektmanagement-Themen abdeckt. Wer sich jedoch intensiv vorbereitet und die Zertifizierung nicht auf die leichte Schulter nimmt, der besteht auch die Prüfung. Hier können Sie Beispiel-Prüfungsfragen ausprobieren.

Was sollte in einem Projektmanagement-Handbuch enthalten sein?

◻️ Checklisten
◻️ Business Cases für alle Projekte
◻️ Statusberichte
◻️ Phasenplan inklusive Meilensteinen

Was ist bei fast allen Projekten eine Grundvoraussetzung für den Projekterfolg?

◻️ Die frühe und vollständige Einbeziehung der Anwender/Nutzer/Kunden
◻️ Das einheitliche Vorgehen bei allen Projekten innerhalb einer Organisation
◻️ Die formelle Ausbildung eines Projektleiters 
◻️ Das Einhalten aller Abnahmekriterien

Die häufigsten Fehler in der Prüfung

Zu spät mit der Vorbereitung beginnen: Ein Klassiker! Aufgrund der Breite an Themen empfiehlt sich ein regelmäßiges Lernen – nicht erst kurz vor der Prüfung.
Einzelne Kompetenzbereiche vernachlässigen: Manche konzentrieren sich stark auf klassische Projektmanagement-Methoden und schenken vermeintlich „weichen“ Themen zu wenig Aufmerksamkeit. Unsere Prüfungstraining-App hilft dabei, nichts zu vergessen.
Den Report zu spät beginnen: „Aufwändiger als gedacht“ hören wir häufig als Feedback bezogen auf den Report. Frühes Beginnen und Zeitpuffer vor dem Einreichen bei der PM-ZERT haben sich bewährt.
Sich ausschließlich auf eigene Erfahrung verlassen: Projekterfahrung ist wertvoll, bedeutet aber nicht zwangsläufig eine bestandene Prüfung. Fokus auf Formalien und Definitionen ist ebenso wichtig wie praktische Projekterfahrung.
Reines Auswendiglernen: In der Prüfung wird auch geprüft, ob Sie Zusammenhänge verstehen und Methoden auf konkrete Situationen anwenden können – besonders in Prüfungspfad 2.
Agile Themen vernachlässigen: Auch wenn Sie nicht im agilen Umfeld tätig sind, sollten Sie agile Themen vor der Prüfung auf dem Schirm haben.
Antworten leer lassen: Sie sind sich bei offenen Fragen nicht sicher oder wissen die Antwort nicht? Schreiben Sie trotzdem etwas hin – oft können auch unvollständige Lösungen oder Gedankengänge Punkte bringen.
Zu spät zur Online-Prüfung kommen: Ein paar Minuten zu spät erscheinen? Das sollten Sie unbedingt vermeiden – dieser Termin ist dann für sie geplatzt. Denken Sie auch an Ihren Ausweis!
Formalien im Report vernachlässigen: Selbst wenn Sie fachlich richtig argumentieren, kann das Nicht-Einhalten von Formalien zu Punktabzug führen – auch wenn es in der Praxis anders gehandhabt wird.

Was passiert, wenn man die Prüfung nicht besteht?

Gleich vorab: Das passiert sehr selten. Besonders weil die Prüfung als anspruchsvoll gilt, wird sie selten auf die leichte Schulter genommen und die Vorbereitung stattdessen intensiv verfolgt. Falls es doch einmal zu einem Blackout kommt oder die Prüfungsvorbereitung aufgrund unvorhergesehener Umstände nach unten priorisiert werden muss, gilt Folgendes:

Je Prüfungsteil ist maximal eine Wiederholung innerhalb von 12 Monaten möglich. 

Das heißt konkret: Falls weniger als 23 Kompetenzelemente (CE) als „erfüllt“ bewertet werden, erhalten Sie von der PM-ZERT eine Information darüber, welche Prüfungsteile wiederholt werden – das kann sowohl eine schriftliche Prüfung als auch ein erneutes Einreichen des Reports sein. Wichtig: Bei Wiederholen der Prüfung können Sie den Pfad nicht wechseln. Es ist also nicht möglich, vom Pfad 1 (mit Report) auf Pfad 2 (zwei schriftliche Prüfungen) zu wecheln.

Fragen und Antworten

Antworten auf typische Fragen unserer Kunden. Ihre Frage ist nicht dabei? Melden Sie sich gern bei uns!

Mehr Fragen und Antworten

Auf unserer FAQ-Seite haben wir die häufigsten Fragen zur IPMA®-Zertifizierung übersichtlich zusammengestellt.

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